Dem Sound von Tommy And The Teleboys dürfte so etwas wie die Ungnade des unpassenden aka uncoolen Herkunftsortes anhaften. Würde man Berlin, Mainz und Halle gegen New York oder London tauschen, dem Quartett wären rauschende Big City Nights, Big City Lights gewiss.
Das zweite Album der Teleboys vereint Garage-Rock, Krautrock, Psychedelia, Fuzz, Post-Punk, Wave, Indie, Noise und Electronica oder schlicht und ergreifend Punk. Punk im Sinne der Talking Heads, von Television, von The Cure, von Richard Hell & The Voidoids.
Mit dem Eröffnungstrack setzen Tommy und die Boys dem leider viel zu früh gestorbenen Nass-in-Nass Meister und Charakterkopf Bob Ross ein musikalisches Denkmal. Vielleicht kommt auch daher die Liebe zu den exponierten Albumtiteln? Jedenfalls kennen die vier jungen Burschen keine Scheuklappen oder Berührungsängste von Musikstilen und Songthemen, wenn sie sich ihre Ideen und Arrangements im Proberaum um die Ohren pfeffern.
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Im Song Carl McPautney drehen sie die Beatmusik durch den Fleischwolf des bösartigen Rockabilly und der kurz darauf folgende Track Atmen zerlegt Seattles Grunge in hübsche Einzelteile. W.T.G.L.T.R.F.Z. – wild, tanzbar, groovy, laut, relaxt, frisch, zeitgemäß. Etwas sperrig für einen Mützenaufdruck aber kürzer lässt sich das gärende Motto der Vier aus der Krachmacherstraße wohl nicht zusammenfassen. We don’t make mistakes here, just happy little accidents, würde Bob Ross mit ruhiger, sanfter Stimme über diese Platte sagen. Und zum Abschluss würde er wünschen: From all of us here: I’d like to wish you happy listening and God bless, my friend!
Tommy And The Teleboys – Gods, Used, In Great Condition // Noisolution / Edel // VÖ: 25.09.2026 // > Homepage
