Yeast Machine – Bad Milk

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Wer von euch schonmal einen kräftigen Schluck verdorbene Milch zu sich genommen hat, der wird dieses Erlebnis wohl für längere Zeit nicht aus seinem Gedächtnis und von seinen Geschmacksknospen bekommen. Ganz anders verhält es sich aber mit der Bad Milk, die uns die Tübinger Band Yeast Machine hier auf den Tisch stellt. Da flockt nichts aus, kein Kriseln kommt aus den Boxen und ranzig riecht hier gleich zweimal nichts. Weil wir hier aber nicht in einem Food-Blog sind, ist jetzt mal Ende mit diesen viertellustigen Lebensmittelmetaphern.

Yeast Machine haben sich für ihr zweites Album Bad Milk einen neuen Geschäftspartner gesucht und sind von den Krefeldern Tonezonen Records weiter nach Osten zum Berliner Expertenrat von Noisolution gezogen. Ein guter Move, hat Labelchef Arne doch ein großes Herz für junge Menschen, die ein feines Gitarrenbrett garniert mit fetten Grooves servieren möchten.

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Die junge Tübinger Band sieht sich musikalisch sozialisiert durch den Seattle Grunge der 90er und der zweiten Welle, die in Form des Stoner Rocks in den 2000er anrollte. Die Gegend südlich von Stuttgart ist allerdings wenig bekannt für ihre wüstenartigen Landschaften aber in der WG der fünf Buddies muss genug Staub liegen, um ein authentisches Palm Desert Feeling zu erzeugen. Zwischen Nordschwarzwald und schwäbischer Alb wir man wahrscheinlich seine Generator Parties in der heimischen Garage abhalten müssen und sollte auch nicht zu schludrig mit der Kehrwoche sein. Aber auch sattes Grün vor der Haustür lässt dichte Gitarren, eine treibende Rhythmussektion, atmosphärische Passagen und feine Melodie wunderbar gedeihen.

Die 10 Songs, die sich in kompakten 34 Minuten wiederfinden, schwimmen angenehm im Storm der Queens Of The Stone Age. Das dichte, wüstenartige, schwere Songwriting bereite auch auf Album Nummer Zwei einen aufgeheizten Boden auf dem sich die charismatische Stimme von Sänger Benjamin Frenzel einmal mehr als harmonische Oase im flirrenden Wüstensturm.


Yeast Machine – Bad Milk // Noisolution / Edel // VÖ: 20.03.2026 // > Homepage