Sie waren die maßgebliche Band des Posthardcore, trotzdem sind Quicksand aus New York nie so berühmt geworden, wie sie es verdient gehabt hätten. Quicksand gründen sich Anfang der Neunziger aus ehemaligen Mitgliedern von Gorilla Biscuits, Bold, Youth Of Today, Absolution und Beyond in New York. Walter Schreifels (Gesang, Gitarre), Tom Capone (Gesang, Gitarre), Alan Cage (Schlagzeug) und Sergio Vega (Vega) machen nicht lange herum und bringen knapp sechs Wochen nach Bandgründung eine vielbeachtete EP an den Start. Die fünf Stromgitarren-Liebhaber finden sofort Anschluss an die Szene und teilen sich mit Größen wie Helmet, Fugazi, Rage Against The Machine, Anthrax oder White Zombie die Bühnen.
Im Jahr 1993 schließt sich die Band dann erstmals für einen längeren Zeitraum im Studio ein. Das Debütalbum Slip schlägt im Underground ein wie eine Bombe. Das hat zur Folge, dass die Band mit Live-Anfragen nur so überhäuft wird. Bis zur Veröffentlichung des zweiten Albums Manic Compressions im Jahr 1995 absolvieren Quicksand über 300 Shows. Die musikalische Identität des Quartetts entsteht, indem sie die aggressive Energie des Straight-Edge-Hardcores a la Gorilla Biscuits mit melodischen Indie-Rock-Sensibilitäten von Bands wie Fugazi und Hüsker Dü verbinden.
Zentral für Quicksands Stil sind charakteristische klangliche Elemente wie kantige Gitarrenriffs, dynamische Tempowechsel und introspektive Texte. Diese Fusion schafft eine unverwechselbare Post-Hardcore-Grundlage, die die Dringlichkeit des Hardcores bewahrt, sie aber mit breiteren emotionalen und klanglichen Texturen erweitert.
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Kurz vor dem endgültigen Durchbruch macht die Belegschaft jedoch schlapp. Der mit dem Erfolg einhergehende Stress und die langen Touren haben das Band-Gefüge zerrüttet, was zur Folge hat, dass sich das Quartett im Oktober 1995 auflöst.
Gut 20 Jahre später dann das Comeback. Interiors aus dem Jahr 2017 ist das erste Album seit 22 Jahren, gefolgt von Distant Populations, datiert auf das Jahr 2021. Das Kernteam der Band besteht nun aus Walter Schreifels, Sergio Vega und Alan Cage. Immer noch verbinden die Musiker die rohe Intensität mit einer kantig, introspektiven Dynamik und melodischen Elementen. Ergänzend zeigt die Band eine reifere, teils ruhigere Seite, ohne ihre Wurzeln zu vergessen. Ob es für die angekündigten Konzerte in Europa auch neue Musik geben wird, ist noch nebulös aber live sind Schreifels und seine Mannen einfach immer noch eine sehr eingespielte Maschine mit sehr relevanten Themen im Gepäck.
Wir verlosen Freikarten: Schreibt uns eine Mail mit Betreff Quicksand an ichwillgewinnen@curt.de. Wir ziehen die Gewinner*innen ein paar Tage vor der Show. Viel Glück!
Quicksand > Homepage // 14. Juni 2026 // Ampere // Einlass: 19 Uhr, Beginn: 20 Uhr // VVK: 39,20 Euro + Gebühr
