Smokemaster – In The Temple

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Zum dritten Mal lassen die Kölner Sachverständigen in Fragen des Sounds der Sixties und Seventies ein paar Rauchschwaden über dem Dom aufsteigen. Dabei sah es zunächst danach aus, das die Produktion von In The Temple unter keinem guten Stern zu stehen kommt. Sänger Björnson Bear hat sich vor den Aufnahmen dazu entschieden, die Band zu verlassen und zwischen zwei tiefen Lungenzügen musste ein Ersatz für die Position am Mikro gefunden werden. Dank guter Kontakte konnte mit Jack McAfee von der schottischen Band The Miracle Seeds ein Sänger gefunden werden, der sich auf das Abenteuer Smokemaster in der Rolle als Sessionmusiker eingelassen hat. Denn nach Abschluss der Produktion wurde mit Patrick Rose ein neuer fester Sänger verpflichtet, der ab sofort den Platz am Mikrofon einnimmt.

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Dem Sound der Rheinländer mit samt ihrem psychedelischen Flow hat die Rochade auf dieser nicht unwesentlichen Position nicht im geringsten geschadet. Die neuen Stücke verschieben den Stoner Rock meets Psychedelic meets Blues aus den Anfangstagen ein kleines Stück mehr in Richtung flockigen Hippie- und Folksound des Summer of Love. In The Temple wirkt in sich ruhend, sehr entspannt und weitgehend unaufgeregt. Das soll aber nicht das falsche Bild vermitteln, dass in den Kompositionen und Arrangements nicht viele Feinheiten und Details zu entdecken sind. Hier ein Klavier, welches so manchen Kneipenabend überstehen musste, dort das sanfte Plätschern einer indischen Tanpura. An anderer Stelle wird es leicht soulig und zum Abschluss sogar hardrockig kräftig. Köln Kalk liegt wohl doch näher an der Westküste, als man beim flüchtigen Blick auf den Falk Plan vermuten würde.


Smokemaster – In The Temple // Tonzonen Records / Cargo Records // VÖ: 19.06.2026 // > Homepage