Foto: Andrew Stockdale

15. August
Wolfmother

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Als Wolfmother 2010 für AC/DC in Australien eröffneten, schrieb ein Fan nach dem Melbourne-Konzert: „I am not a fan of Wolfmother but holy crap they got the crowd going.“ Es ist diese Energie, die die Band seit über zwanzig Jahren ausmacht – ein Sound, der klingt, als hätten Led Zeppelin, Black Sabbath und Deep Purple nie aufgehört, und eine Bühnenshow, die keine Gefangenen macht.

Das selbstbetitelte Debüt erschien 2005 und schlug ein wie ein Relikt aus einer anderen Zeit, das genau in diesen Moment passte. Produzent Dave Sardy holte in Los Angeles heraus, was die drei Australier aus Sydney mitbrachten: schwere Riffs, psychedelische Orgeln, und Andrew Stockdales Stimme irgendwo zwischen Robert Plant und Ozzy Osbourne. Das Album wurde fünffach Platin in Australien, Woman gewann 2007 den Grammy für Best Hard Rock-Performance – die erste australische Band seit 25 Jahren mit dieser Auszeichnung. Joker and the Thief wurde zur Stadionhymne.

Danach wurde es kompliziert. Chris Ross und Myles Heskett verließen die Band 2008 nach einem Streit beim Splendour In The Grass Festival – „unüberbrückbare Differenzen“, wie es offiziell hieß. Stockdale machte weiter, mit wechselnden Besetzungen, neuen Alben wie Cosmic Egg, Rock’n’Roll Baby und Rock Out, ohne je den Anspruch aufzugeben. Wolfmother ist heute im Grunde sein Projekt, aber auf der Bühne spielt das keine Rolle. Die Songs funktionieren, die Energie stimmt.

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Rock Out erschien 2021 als Überraschungs-Release, zehn Songs in einer halben Stunde, keine Vorankündigung, einfach da. Kurz, direkt, mit Riffs, die an die besten Momente der Band erinnern – Tracks wie der Titelsong oder Humble zeigen, dass Stockdale das Handwerk nicht verlernt hat. Zum 20. Bandjubiläum touren sie durch Europa, sechs Termine allein in Deutschland. Im Backstage, wo die Wände den Sound zurückwerfen und die Bühne nah genug ist, dürfte das genau richtig sein.


Wolfmother > Homepage // 15. August 2026 // Backstage // Beginn: 20 Uhr  // VVK: 48,55 Euro inkl Gebühren