Foto: Jan Berckmans

16. November
The Haunted Youth

//

Ins herbstlich-dunkle München bettet sich eine gefühlvolle und gleichzeitig mitreißende Melange aus dreamy Indie Rock – The Haunted Youth kommen im November in den Strom Club und damit beehrt das belgische Quintett die Stadt mit der einzigen Clubshow ihrer Herbsttournee. Neben einem Auftritt beim Rolling Stone Beach Festival ist dies die einzige Chance, die Band dieses Jahr in Deutschland noch live zu erleben.

Die Reise von Joachim Liebens hat 2022 mit dem Debüt Dawn Of The Freak begonnen, welches von ihm selbst geschrieben und produziert wurde. Von der Kritik gefeiert, schlossen sich Auftritte auf renommierten Festivals an. Die Zeit zum Nachfolger zog sich etwas: Es musste erst eine gute alte Trennung her, die es für den Nachfolger Boys Cry Too zu verarbeiten galt.

Der Titel des Zweitwerks von Joachim Liebens ist natürlich ein ehrwürdiges Zitat auf The Cure. Ins Album steigt man mit dem über achtminütigen Kracher in my head ein. Beginnend mit einem Intro, das einen mit verwaschenen Neonlichtern und Tropfen auf der Linse in das Setting eines 90s-Mystery-Streifens versetzt, folgt eine Platte, die auf ganzer Länge überzeugt. Die Tracks ordnen sich zwischen Genres wie Dreampop, Indie-Rock und Shoegaze ein. Referenzen finden sich viele – verträumte Gitarren wie bei DIIV oder Slowdive, hallende Leadvocals, die stellenweise an MGMT erinnern, und in manchen Sequenzen findet man zu den bereits erwähnten The Cure zurück.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen


Zwischen den Zeilen und Klängen malt sich parallel noch eine ganz eigene Coming-of-Age-Geschichte. Bilder von Skateboarding zu Blink-182-Soundtrack, begleitet von MySpace-Profilsongs und schlechten Horrorfilmen – man spürt in allen Songs das, was Liebens als seine Prägung durch amerikanische Kultur beschreibt. Das The Haunted Youth-Logo, mit dem sich die Band derzeit präsentiert, rundet dieses Porträt ab: Es ist die reinste Hommage an Emo- und Metalcore-Bands der späten 2000er. Spätestens bei den vielen Textzeilen, die mit Gedanken an selbstzerstörerisches Handeln hadern – damals selbst fast Teil einer ganzen Jugendkultur –, haben wir den Full-Circle-Moment.

Nach den Solo-Anfängen von Liebens ist The Haunted Youth zu einer starken Band gewachsen. Melodische Basslines, samtige Synthies, ein Aufbauen und Abreißen zwischen atmosphärischem Gleiten, wabernden Soundteppichen und verzerrten Gitarrenriffs paaren sich mit melancholischen, selbstkritischen Texten. Der Endorphin-Brunnen sprudelt, bis euch das Strom in die nass-kalte November-Nacht ausspuckt. Vielleicht läuft ja später noch ein passender Gruselstreifen im Röhrenfernseher?

Wir nehmen 3 x 2 Leute mit zum Konzert: Schreibt uns eine Mail an ichwillgewinnen@curt.de mit Betreff The Haunted Youth und teilt uns dabei bitte euren vollständigen Namen und den eurer Begleitung mit. Am Einlass werden die Ausweise gecheckt.


The Haunted Youth > Homepage // 16. November 2026 // Strom // Einlass: 19:30 Uhr, Beginn: 20:30  Uhr // VVK: 30,60 Euro inkl. Gebühr