Foto: Marcello Perego

15. November
Fatoumata Diawara

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Lange bevor Fatoumata Diawara zur Gitarre griff und zu singen begann, war sie bereits als Schauspielerin bekannt. Es war ihr Regisseur bei Royal de Luxe, einer französischen Theaterkompanie, der ihre Stimme zum ersten Mal ins Rampenlicht brachte. „Er hörte mich singen und sagte: ‚Du musst im Stück singen. Du bist nicht nur Schauspielerin. Wenn du vor dich hin singst, bleiben alle stehen und hören zu.‘“, erinnert sich die malische Sängerin.

Aus dieser Erfahrung entwickelte sich später ihre Musikkarriere. Heute verbindet Fatoumata Diawara traditionelle Klänge Westafrikas mit Afropop, Jazz, Rock, Elektro und Blues. Und obwohl sie auch auf Französisch und Englisch singt, sind die meisten ihrer Songs auf Bambara, einer der meistgesprochenen Sprachen Malis. Doch für ihr internationales Publikum war das nie ein Hindernis, eher im Gegenteil. „Ich möchte nicht, dass meine Texte die spirituelle Energie auf der Bühne überlagern. Mir ist wichtiger, dass die Menschen zuerst etwas fühlen. Der Text kommt danach“, erklärt sie.

In ihren Liedern geht es um Themen wie Frauenrechte, Zwangsheirat, Migration, Krieg, Frieden, Bildung und persönliche Freiheit. Für Fatoumata Diawara ist Musik nicht nur eine Form, sich auszudrücken, sondern auch eine Möglichkeit, gesellschaftliche Debatten anzustoßen. „Wir wollen aufhören zu klagen. Wir möchten Verantwortung übernehmen und das Bild Afrikas verändern. Deshalb ist Musik in Afrika so wichtig“, betont die Gitarristin, die 1982 in Abidjan (Elfenbeinküste) geboren wurde.

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Dass ihr diese Themen so wichtig sind, hat auch mit ihrer eigenen Geschichte zu tun. Schon als Kind stellte Fatou sich gegen Konventionen und Unterdrückung. Aus diesem Grund floh sie im Alter von 19 Jahren aus Mali, um ihren eigenen Weg zu gehen.

Mit 26 Jahren begann für Fatoumata Diawara ein neuer Abschnitt. Die Künstlerin machte ihre eigene Musik, trug Dreadlocks und löste sich von den Erwartungen ihres Umfelds. „Ich war wie neugeboren. Als ich anfing, meine eigene Musik zu machen, wurde ich ein anderer Mensch. Ich kann sagen, dass ich damals wiedergeboren wurde“, so beschreibt sie diesen Wendepunkt.


Fatoumata Diawara Massa Tour 2026 > Homepage // 15. November 2026 // Muffathalle // Einlass: 19 Uhr, Beginn: 20 Uhr // VVK 38 Euro zzgl. Gebühren, AK 45 Euro

 

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