Text: Ebru Yildiz

26. Juni
Chelsea Wolfe

The Queen has returned!

Chelsea Wolfe, die heimliche Königin des Goth, meldet sich mit neuem Album zurück. She Reaches Out To She Reaches Out To She, das Anfang Februar erschienen ist, ist eine klangliche Wiedergeburt und erforscht die Verbindungen zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Dabei geht sie erneut innovative Wege, indem sie ihre schweren Doom-Gitarren mit einer neuen, intimen Gesangstechnik kombiniert. Am 26. Juni bringt die geheimnisvolle Grande Damme der Schwermütigkeit ihre üppigen Klangwelten zu uns ins Technikum.

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Chelsea Wolfe hat sich in der Musikszene einen Namen gemacht, indem sie kontinuierlich Grenzen überschreitet und neue Klangwelten erschließt. Ihr neuestes Werk She Reaches Out To She Reaches Out To She zeugt von dieser unermüdlichen Experimentierfreude. Die schweren Doom-Gitarren, die ihr Markenzeichen sind, bleiben erhalten, doch die Art und Weise, wie ihre Stimme eingesetzt wird, ist eine kleine Revolution. In Zusammenarbeit mit Mischer Shawn Everett hat Wolfe feine Details aus ihrem Gesang herausgearbeitet und sie in die üppige Klangwelt der Produktion eingebettet, für die TV On The Radio-Mitbegründer Dave Sitek verantwortlich zeichnet. Die Stimme wirkt ASMR-ähnlich, zart und detailliert geformt, was den Tracks eine unvergleichliche Intimität und Dringlichkeit verleiht.

Dieser innovative Ansatz zieht sich durch das gesamte Album. Es ist nichts dem Zufall überlassen, alles ist akribisch durchdacht und dennoch voller Überraschungen. Die Grundzüge ihres Sounds, die schon auf ihrem Debüt The Grime And The Glow zu erkennen waren – die Raumklang-Atmosphäre, die Punk-Drums, die dunklen Melodien und Chelsea Wolfes souveräne Stimme – wurden weiter verfeinert und perfektioniert. Besonders in She Reaches Out To She Reaches Out To She zeigt sich diese Entwicklung deutlich. Die Platte thematisiert, wie man aus der Vergangenheit einen Weg in die Zukunft findet, welche Teile man loslassen und welche man behalten muss. Mit musikalischer Wucht stellt Chelsea Wolfe existenzielle Fragen und liefert Antworten, die die Hörenden tief berühren.

Auf ihrer kommenden Tour im Juni wird Chelsea Wolfe diese neuen Stücke live präsentieren und wieder unvergessliche Atmosphären schaffen. Doch sie ist nicht allein unterwegs. Als Support-Band wird die isländische Formation Kælan Mikla die Bühne eröffnen. Kælan Mikla, bekannt für ihre Mischung aus Post-Punk und Darkwave, passen perfekt zu Wolfes düsterem, emotional geladenem Sound. Ihre hypnotischen Melodien und die eindringlichen Stimmen von Laufey Soffía, Margrét Rósa und Sólveig Matthildur schaffen eine melancholische Stimmung, die das Publikum in eine tranceartige Erwartung versetzt. Diese Kombination verspricht, dass der 26. Juni ein Abend voller intensiver, fesselnder Musik, der sowohl alte Fans als auch neue Zuhörer in den Bann ziehen wird.


Live: Chelsea Wolfe > Homepage // Support: Kælan Mikla  // 26. Juni 2024 // Technikum (Werksviertel) // Beginn 20 Uhr  // VVK 40,89 EUR zzgl. Gebühren

Foto: Magdalena Wosinska

13. Dezember
Chelsea Wolfe

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Das Dunkel nimmt Platz

Dunkelheit ist bei Chelsea Wolfe kein Lichtmangel, sondern eine begehbare Gegend und neuerdings sogar mit ziemlich guter Akustik. Am 13. Dezember führt sie diese in München durch die Isarphilharmonie im Gasteig HP8. curt verlost Tickets!

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Schon She Reaches Out to She Reaches Out to She war 2024 weniger Albumtitel als Beschwörungsformel für Veränderung. Danach merkte Chelsea Wolfe, dass die Euphorie über ihr nüchternes neues Leben nicht automatisch alle alten Muster löste: Gegen Ende des Albumzyklus fühlte sie sich, als führe sie immer wieder eine alte Version ihrer selbst auf. The Dark, digital ab 21. August und physisch ab 18. September bei Loma Vista, zieht daraus keine Motivationsposter-Erkenntnis, sondern eine Konsequenz: hinein in den dunkelsten Teil des Waldes, bis die Angst die Richtung verliert.

Musikalisch bedeutet das keinen Rückzug in die Gruft, sondern Konzentration. Für The Dark wollte sie das Songwriting schärfen und Gitarre, Klavier und Schlagzeug wieder ins Zentrum rücken. Elektronik bleibt Textur. Gemeinsam mit Jennifer Decilveo und ihrem langjährigen Verbündeten Ben Chisholm öffnet Chelsea Wolfe die Tür für Artists wie Robin Finck, Stella Mozgawa und Matt Chamberlain. Die Vorboten zeigen, was dort hindurchkommt: Cold beginnt mit Akustikgitarre, fernem Klavier und einer Stimme, die kaum mehr Luft verdrängt als Kerzenrauch. Death Is Not the End wächst aus geflüsterter Nähe in dichte Gitarrenwände. Flüsterdruck quasi. Eine sehr gute Disziplin.

Zuletzt war Chelsea Wolfe 2024 im Technikum zu Gast inmitten in der elektronisch aufgerauten Welt des Vorgänger-Albums. Zweieinhalb Jahre später ist die Isarphilharmonie kein bloßes Venue-Upgrade. Diese Musik lebt von Abständen. Zwischen Fingerkuppen und Saiten, Atem und Verstärkung, Stille und dem Augenblick, in dem ein Schlagzeug plötzlich das ganze Gebäude in Besitz nimmt. Ein Saal, der genau zuhört, könnte also Komplize werden.

Vorher eröffnet A.A. Williams aus London den Abend, deren im Juni erschienenes Album Solstice fragile Stimmnähe mit langsam wachsendem Post-Rock-Gewicht verschränkt. Kein dekoratives Vorprogramm also, sondern passgenau. Wer in der Isarphilharmonie nur Schwarz erwartet, wird erleben, wie viele Temperaturen Dunkelheit vorweisen kann. Und dass sie in einem guten Saal nicht kleiner, sondern genauer wird.

Wir verlosen Freikarten: Schreibt uns eine Mail an ichwillgewinnen@curt.de mit Betreff Chelsea Wolfe und teilt uns euren und den Namen eurer Begleitung mit. Am Einlass werden die Ausweise gecheckt – sonst kommt ihr nicht rein. Wir ziehen die Gewinner*innen ein paar Tage vor der Show. Viel Glück!


curt präsentiert: Chelsea Wolfe > Homepage // Support: A.A. Williams // 13. Dezember 2026 // Isarphilharmonie im Gasteig HP8 // Beginn 20:30 Uhr // VVK 47,20 EUR zzgl. Gebühren