Foto: Magdalena Wosinska

13. Dezember
Chelsea Wolfe

//

Das Dunkel nimmt Platz

Dunkelheit ist bei Chelsea Wolfe kein Lichtmangel, sondern eine begehbare Gegend und neuerdings sogar mit ziemlich guter Akustik. Am 13. Dezember führt sie diese in München durch die Isarphilharmonie im Gasteig HP8. curt verlost Tickets!

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen


Schon She Reaches Out to She Reaches Out to She war 2024 weniger Albumtitel als Beschwörungsformel für Veränderung. Danach merkte Chelsea Wolfe, dass die Euphorie über ihr nüchternes neues Leben nicht automatisch alle alten Muster löste: Gegen Ende des Albumzyklus fühlte sie sich, als führe sie immer wieder eine alte Version ihrer selbst auf. The Dark, digital ab 21. August und physisch ab 18. September bei Loma Vista, zieht daraus keine Motivationsposter-Erkenntnis, sondern eine Konsequenz: hinein in den dunkelsten Teil des Waldes, bis die Angst die Richtung verliert.

Musikalisch bedeutet das keinen Rückzug in die Gruft, sondern Konzentration. Für The Dark wollte sie das Songwriting schärfen und Gitarre, Klavier und Schlagzeug wieder ins Zentrum rücken. Elektronik bleibt Textur. Gemeinsam mit Jennifer Decilveo und ihrem langjährigen Verbündeten Ben Chisholm öffnet Chelsea Wolfe die Tür für Artists wie Robin Finck, Stella Mozgawa und Matt Chamberlain. Die Vorboten zeigen, was dort hindurchkommt: Cold beginnt mit Akustikgitarre, fernem Klavier und einer Stimme, die kaum mehr Luft verdrängt als Kerzenrauch. Death Is Not the End wächst aus geflüsterter Nähe in dichte Gitarrenwände. Flüsterdruck quasi. Eine sehr gute Disziplin.

Zuletzt war Chelsea Wolfe 2024 im Technikum zu Gast inmitten in der elektronisch aufgerauten Welt des Vorgänger-Albums. Zweieinhalb Jahre später ist die Isarphilharmonie kein bloßes Venue-Upgrade. Diese Musik lebt von Abständen. Zwischen Fingerkuppen und Saiten, Atem und Verstärkung, Stille und dem Augenblick, in dem ein Schlagzeug plötzlich das ganze Gebäude in Besitz nimmt. Ein Saal, der genau zuhört, könnte also Komplize werden.

Vorher eröffnet A.A. Williams aus London den Abend, deren im Juni erschienenes Album Solstice fragile Stimmnähe mit langsam wachsendem Post-Rock-Gewicht verschränkt. Kein dekoratives Vorprogramm also, sondern passgenau. Wer in der Isarphilharmonie nur Schwarz erwartet, wird erleben, wie viele Temperaturen Dunkelheit vorweisen kann. Und dass sie in einem guten Saal nicht kleiner, sondern genauer wird.

Wir verlosen Freikarten: Schreibt uns eine Mail an ichwillgewinnen@curt.de mit Betreff Chelsea Wolfe und teilt uns euren und den Namen eurer Begleitung mit. Am Einlass werden die Ausweise gecheckt – sonst kommt ihr nicht rein. Wir ziehen die Gewinner*innen ein paar Tage vor der Show. Viel Glück!

Das Dunkel stellt scharf

Dunkelheit ist bei Chelsea Wolfe kein Versteck mehr. Am 13. Dezember bringt sie ihr neues Album The Dark mit A.A. Williams in die Isarphilharmonie nach München. Songs, die flüstern, beißen und dabei jede Kontur behalten. Wir verlosen Tickets!

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen


Chelsea Wolfe hat aus dem Formwechsel eine Signatur gemacht. Auf Unknown Rooms genügte eine akustische Gitarre, Abyss versenkte Melodien in Doom und Verzerrung, She Reaches Out to She Reaches Out to She ließ Trip-Hop-Beats und Elektronik unter der Oberfläche arbeiten. Ihr verlässlichstes Instrument bleibt die Stimme: dicht am Mikrofon, zum Chor vervielfacht oder dröhnende Gitarren gegenüber gestellt. Folk, Goth, Metal und Industrial stehen hier nicht auf der Gästeliste. Sie sprechen dieselbe Sprache.

The Dark, das neunte Album der Kalifornierin, erschien am 21. August digital bei Loma Vista; die physischen Ausgaben folgen am 18. September. Geschrieben hat Chelsea Wolfe die neuen Songs zusammen mit Jennifer Decilveo und ihrem langjährigen Weggefährten Ben Chisholm. Zuerst standen Klavier, Gitarre und Schlagzeug, die Produktion kam später. Cold verbindet so akustische Gitarren, mit Besen gespielte Drums, Klavier und eine offen geführte Stimme. Seethe schiebt eine zitternde Basslinie in Richtung Neunziger-Alternative. Death Is Not the End beginnt beinahe unhörbar und lässt schließlich die Gitarren hereinbrechen.

Diese Klarheit betrifft auch die Texte. Chelsea Wolfe schreibt direkter über Trennung, verlorene Selbstbestimmung, Trauer und den Entschluss, sich nicht weiter aus dem eigenen Leben zu streichen. Auf Humours fährt der Chorgesang von Kælan Mikla dazwischen und wird abrupt gekappt, sobald der Song auf Befreiung zusteuert. Die Dunkelheit deckt nichts zu. Sie macht die Entscheidung hörbar.

Kælan Mikla eröffneten bereits das letzte Münchner Konzert von Chelsea Wolfe am 26. Juni 2024 im Technikum. Diesmal führt A.A. Williams in den Abend, deren aktuelles Album Solstice klassische Disziplin mit Post-Rock-Spannung und Doom-Schwere verbindet. Zwei Jahre nach dem Technikum folgt der Sprung in die Isarphilharmonie.

Wir nehmen euch mit zu Chelsea Wolfe: Schreibt an ichwillgewinnen@curt.de, setzt Chelsea Wolfe in die Betreffzeile und nennt uns euren vollständigen Namen sowie den vollständigen Namen eurer Begleitung. Haltet am Einlass also eure Ausweise bereit, denn die werden kontrolliert.


curt präsentiert: Chelsea Wolfe > Homepage // Support: A.A. Williams // 13. Dezember 2026 // Isarphilharmonie im Gasteig HP8 // Beginn 20:30 Uhr // VVK 47,20 EUR zzgl. Gebühren