Foto: Ferris Wheel

14. September
Ásgeir

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Hört eigentlich heute noch jemand Radio? Zu empfehlen ist es jedenfalls, gibt es doch neben den Sendern, die die übliche Schonkost aus Mainstream-Charts kredenzen, auch echt gute Programmsender, wie hierzulande zum Beispiel Bayern2. Hört man also solch einen Qualitätssender einigermaßen regelmäßig (und länger als nur zum morgendlichen Zähneputzen im Bad) und achtet ein wenig auf die Songauswahl, wird man bemerken, dass aktuell wieder mal isländischer Pop recht hoch im Kurs steht. Das liegt zum einen an der unglaublichen Laufey, die inzwischen gar einen Grammy in der heimischen Vitrine vorzuweisen hat. Zum anderen liegt es an Ásgeir Trausti Einarsson, den die meisten nur unter seinem Vornamen Ásgeir kennen.

2012 platzte dieser eher introvertiert und schüchtern wirkende Sohn eines Dichters (welcher dem jungen Ásgeir passenderweise als Songtexter diente) einer isländischen Vulkaneruption gleich in die lokale Szene, als er mit seinem Debütalbum Dýrð í dauðaþögn gefühlt alle Preise bei den Icelandic Music Awards abräumen konnte. An dieser Stelle darf natürlich die klassische Anekdote nicht fehlen, dass dieses Album angeblich in den CD-Schränken eines Zehntels der isländischen Bevölkerung steht und somit natürlich das beste Pop-Debüt aller Zeiten auf der Insel darstellt. Da Isländisch eine hoch komplexe Sprache ist – und eine wundervoll klingende obendrein – aber das Hörverstehen bei Festland-Europäern und darüber hinaus begrenzt, erschien die Platte kurze Zeit später nochmals als internationales Release unter dem Titel In the Silence und markierte den Beginn einer bis heute höchst erfolgreichen Karriere. Unter anderem eben zu ermessen am regelmäßigen Airplay in qualitätsbewussten Radiosendern, welches ganz aktuell zusätzlichen Schub erfährt durch das im Frühjahr diesen Jahres veröffentlichte fünfte Studioalbum: Julia.

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Mit Quiet Life beginnt die 10 Tracks umfassende und knackige ca. 37 Minuten kurze Scheibe, wie es der Songtitel vermuten lässt, nämlich ruhig, lässig und entspannt und setzt direkt den Kurs für den Rest des Albums. Ásgeirs ziemlich unverwechselbare Falsettstimme wird unterlegt von handgemachter, akustischer Instrumentalisierung, die elektronischen Sounds halten sich sehr dezent im Hintergrund. Dadurch wirkt das Album intimer und fragiler als frühere Werke. Passend dazu entstammen nun auch die Texte nicht mehr der poetischen Feder des Vaters, sondern Ásgeirs eigener Kreativität und positionieren Julia eindeutig als das persönlichste Werk in der Diskographie des 34-jährigen Isländers. Ein Album sowohl für kalte, dunkle, isländisch anmutende Winterabende auf dem Sofa wie auch milde Sommerabende in der Hängematte. Oder einen gelungenen Konzertabend im Technikum am 14. September.

Wir nehmen 3 x 2 Leute mit: Schreibt uns eine Mail an ichwillgewinnen@curt.de mit Betreff Ásgeir und teilt uns dabei bitte euren vollständigen Namen und den eurer Begleitung mit. Am Einlass werden die Ausweise gecheckt.


Ásgeir Homepage // 14. September// Technikum // Einlass: 19 Uhr, Beginn: 20 Uhr // Eintritt: 32 Euro zzgl. Gebühren