Foto: Gudmundur Kristinn

18. März
Júníus Meyvant

In der mit Talent einzigartig angereicherten und hochkonzentrierten Musikszene Islands haben sich in den vergangenen Jahren einige Künstler und Künstlerinnen hervorgetan und angeschickt, sich auch auf internationaler Bühne einen Ruf im Kielwasser ihrer großen Vorbilder wie Björk, Sigur Rós, Ásgeir Trausti oder Of Monsters and Men zu erspielen. Zu ihnen zählt zweifelsohne auch Unnar Gísli Sigurmundsson von der Hauptinsel südlich vorgelagerten Inselgruppe der Vestmannaeyjar, den „Inseln der Westmänner“, welcher den meisten von uns eher unter seinem Künstlernamen Júníus Meyvant ein Begriff sein dürfte.

Sein Aufstieg schlug vor rund zehn Jahren hohe Wellen auf dem sturmumtosten Eiland und spiegelte sich wieder in verschiedenen Auszeichnungen bei den renommierten Icelandic Music Awards, in denen er nicht nur als „Brightest Hope“ im Bereich Rock & Pop in 2015, sondern auch mit dem Pop-Album des Jahres in 2017 für seine Debütscheibe Floating Harmonies dekoriert wurde. Ein Album, mit dem er aus dem Stand seinen souligen, weichen, von wunderbaren Melodien und opulentem Streicher- und Blechbläsereinsatz gekennzeichneten Stil definieren konnte, den er selbst als Freaky Folk Pop bezeichnet. Ein Album, das vor großartigen und inzwischen millionenfach gehörten Songs wie Color Decay, Neon Experience oder Signals nur so überbordet und das zur Grundausstattung jeder isländischen Pop-Rock-Plattensammlung gehört.

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Die Nachfolger Across the Borders (2019) und Guru (2022) können da von den reinen Zahlen zwar (noch) nicht mithalten, brauchen sich in Sachen Musikalität und Niveau aber mitnichten hinter der eigenen Messlatte verstecken. Auch sie sind voll von mal melancholisch-ruhigen, mal beschwingten Songs, denen man sofort die Urheberschaft anhört.

Ein neues Album dürfte aktuell außerdem in Arbeit sein. Man darf also gespannt sein, ob Unnar Gísli sich über die jüngste Single Raining Over Fire hinaus, einem wunderbar entspannten und ruhigen Akustik-Stück, in die Karten blicken lässt. Nachdem er zuletzt im Vorprogramm seiner isländischen Landsleute von Kaleo Solo im Zenith (!) das Münchener Publikum bezaubern konnte, kehrt er im März auf die Bühne des Ampere zurück. Und bei aller Anpassungsfähigkeit Júníus Meyvants auch an große Bühnen, ist die Intimität und Nähe eines Ampere ohne Frage der passendere Rahmen für einen die Seele wärmenden Abend eines der interessantesten Musikers aus dem hohen Norden.

Die Gewinner*innen unserer Kartenverlosung wurden informiert.


Júníus Meyvant Homepage  // 18. März// Ampere // Einlass: 19 Uhr, Beginn: 20 Uhr // Eintritt: 32,90 Euro